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GIB DEM AFFEN KEINEN ZUCKER! Verantwortung macht das Leben süß

GIB DEM AFFEN KEINEN ZUCKER! Verantwortung macht das Leben süß

GIB DEM AFFEN KEINEN ZUCKER!

Verantwortung macht das Leben süß    

Mein Leben ist süß. Im übertragenen Sinn definitiv. Ich liebe, was ich tue, die Menschen, die mich umgeben, die Aufgaben, die sich mir stellen und ich habe eine schöne Vision von der Zukunft. Ich bin fröhlich, kreativ und wissbegierig und … eigenverantwortlich. So dachte ich zumindest. Bis ich darauf kam: Mein Leben ist womöglich zu süß!? Und zwar im wahrsten Wortsinn. Viel zu süß, um wahr, aber vor allem, um gut für mich zu sein. Zeit es herauszufinden, Zeit für einen Selbstversuch …

 

Dieser Artikel ist ursprünglich 2016 als Gastartikel im Blog von „Lebenstempo-Macherin“ Petra Schuseil erschienen, der aufgrund einer Hackerattacke nicht mehr aufrufbar ist. Aus aktuellem Anlass stelle ich ihn hier nochmals online. Denn in diesem Jahr hat „die kleine Botin“ Daniela Gaigg die #wenigermehr Fasten-Challenge ausgerufen.  


Aus dem Bauch raus

Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen, ist sehr gut. Der erste Impuls ist doch meist der Richtige. Ich bin so ein Bauch-Typ. Ich meine zu wissen, was mir guttut, wonach mein Körper verlangt und wann es genug ist. Auch Nahrungsaufnahme passiert bei mir vielmehr „aus dem Bauch heraus“, als dort hinein.

Wären da nicht die äußeren Einflüsse: Familienessen, ein schneller Muffin beim Bäcker, Naschware an der Supermarktkasse, süße Verführungen immer und überall. Ich habe kein Thema mit Süßem an sich. Es ist das Umfeld, das meine Bauchentscheidungen so oft sabotiert. Aber wer trägt dafür die Verantwortung?

Selbstversuch zur Fastenzeit

Die Fastenzeit war mir bisher nie besonders wichtig gewesen. Während andere vorübergehend auf Alkohol verzichteten, ihren Fleischkonsum einstellten oder Süßigkeiten abschworen, aß und trank ich die berühmten vierzig Tage lang immer genau das gleiche, wie an den übrigen dreihundertfünfundzwanzig auch. Dieses Mal sollte es anders kommen.

Denn schon länger experimentierte ich mit meinen Essgewohnheiten. Ich trug Infos zusammen, las Expertenmeinungen, recherchierte das Internet leer. In der gesamten Ernährungsdebatte schien ein Thema die Geister zu scheiden wie kaum ein anderes: Zucker!

Was ich wusste: Zucker ist ungesund. Punktum. Zwar kann der Mensch ohne ihn nicht leben, aber den verantwortungsvollen Umgang damit haben die meisten von uns längst verlernt. Was ich nicht wusste: Wo ist überall Zucker drin? Geht es überhaupt ganz ohne? Welche Alternativen gibt es? Vierzig Tage, um drauf zu kommen. Vierzig Tage, um darauf zu verzichten.

Sweets for my Sweet, Sugar for the Dummy

Seit Aschermittwoch kämpfe ich mich nun durch den Dschungel aus Saccharose, Fructose, Glucose, Dextrose, Maltose und wie sie alle heißen. Der industrielle Haushaltszucker flog gleich am ersten Tag aus dem Vorratsschrank. Auch andere Vorräte, denen mithilfe irreführender Packungsangaben etwas vom „reinen Naturprodukt“ beigemischt ist, habe ich weggeben.

Die Süßigkeiten-Lade ist jetzt mit Trockenfrüchten und Nüssen gefüllt. Wenn ich Saft möchte, presse ich Orangen. Gekocht wird mit Honig, Birkenzucker und Datteln. Es gäbe noch viele alternative Süßungsmittel, aber deren Eigenschaften ähneln mir teilweise zu sehr denen ihres strahlend weißen Bruders. Und den sollte man nicht mal dem Affen geben.

Gib dem Affen KEINEN Zucker

Nicht, dass ich es nicht geahnt hätte, aber der Zusammenhang war mir noch nie so bewusst: Wenn wir dem sprichwörtlichen Affen Zucker geben, lassen wir unseren Schwächen freien Lauf. Wir füttern den inneren Schweinehund und wundern uns später, wenn das ausgefressene Tier unseren Zielen und gewünschten Ergebnissen im Weg steht. Das gilt übrigens unabhängig vom Fastengebot für ALLE Vorhaben im Leben.

Egal was wir also „fasten“, Hauptsache ist, wir fasten. Das heißt, das Hauptaugenmerk liegt ausschließlich auf dem, was wir konkret erreichen oder tun wollen. Der Weg zum Ziel führt eben über ganz bestimmte Handlungen. Nur setzen wir oft Handlungen, die nichts mit unseren jeweiligen Zielen zu tun haben. Aus bequemen Lebensmotiven und (Ab-) Neigungen heraus – Schweinehund lässt grüßen!

Ade süße Laster, Hallo Verantwortung!

Keine Frage, uns allen sitzt so ein Schweinhund im Nacken. Mein Selbstversuch hat mir – abgesehen von den positiven Auswirkungen des Zuckerverzichts – gezeigt, was es wirklich braucht, um ihn zu bändigen: VERANTWORTUNG. Was bedeutet schon ein Ja, wenn ich nicht Nein sagen kann?

Verantwortung für ein Ziel oder Ergebnis zu übernehmen, bedingt

  • mit der richtigen Einstellung an die Sache heranzugehen,
  • den Fokus zu halten,
  • Prioritäten zu setzen in einer Fülle an Möglichkeiten, und schließlich
  • selbst UND bewusste Entscheidungen zu treffen!

Wie das alles zusammenspielt und dir dabei hilft, deine Ziele zu erreichen, kannst du hier nachlesen: Der Kapitän bin ich: 5 Fragen, um erfolgreich durchs Leben zu navigieren.

Leben, süßer denn je …

Man könnte annehmen, ein zuckerfreies Leben ist entbehrungsreich. Das empfinde ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil, ich bin so „reich“ wie selten zuvor. Reich an Ernährungsbewusstsein, reich an Wissen, um informierte Entscheidungen zu treffen und reich an neuen Geschmäckern und gesünderem Genuss.

Für mich ist das Fasten viel weniger Verzicht, als Gewinn. Und die Verantwortung ist mir viel weniger eine Last, als erlebte Freiheit. Das Leben ist (zucker-) frei viel süßer – probiert’s auch aus!

Über eure Ansichten dazu und Erfahrungen damit freue ich mich in den Kommentaren!  

 

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Astrid Kutrzeba

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DAS KANNST DU DIR SCHENKEN! Warum schenken Typsache ist und wie du das passende Geschenk findest

„Schenken heißt, einem anderen das geben, was man selber gern behalten möchte“, so lautet ein bekanntes Zitat. Vergiss dabei nur nicht, dass jeder anders ist und anderes mag: Eine Topfpflanze für den Technikfreund? Der Fallschirmsprung für den ängstlichen Stubenhocker? Das kannst du dir schenken! Lies weiter, wenn du wissen willst, wie du die Geschenkauswahl richtig angehst …

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DAS KANNST DU DIR SCHENKEN! Warum schenken Typsache ist und wie du das passende Geschenk findest

DAS KANNST DU DIR SCHENKEN! Warum schenken Typsache ist und wie du das passende Geschenk findest

DAS KANNST DU DIR SCHENKEN!

Warum schenken Typsache ist und wie du das passende Geschenk findest

Schenken heißt, einem anderen das geben, was man selber gern behalten möchte. (Selma Lagerlöf)

Kann man so machen. Nur bitte nicht zu Weihnachten! Sonst gibt’s schnell dicke Luft statt Kekserlduft. Nirgendwo zeigt es sich deutlicher als unterm Christbaum, dass jeder anders ist und anderes mag: Zu deiner oder zu meiner Familie? Gans oder Karpfen? Christkind oder Weihnachtsmann? Krawatte oder Socken? Das kannst du dir schenken! Lies weiter, wenn du wissen willst, wie du die Geschenkauswahl richtig angehst.


Oh, Tannengraus!

Weihnachten, die stillste Zeit im Jahr – die einen lieben, die anderen hassen sie. Während einige 364 Tage lang dem Frohen Fest entgegenfiebern, sind manche erst froh, wenn’s vorbei ist. Wenn sie sich zurückziehen und in Ruhe Pläne für das neue Jahr schmieden können.

? Wie dir die Umsetzung deiner Neujahrsvorsätze leichter gelingt, kannst du übrigens hier nachlesen: Kalenderst du noch, oder planst du schon? Wie du erreichst, was du wirklich willst.

Schenken macht Freude

Das unanfechtbare Thema Nummer 1 in der Vorweihnachtszeit ist und bleibt das Schenken. Weil: Schenken macht Freude! Ist bei dir nicht so? Liegt es vielleicht daran, dass du partout keine Ahnung hast, was zu Vati, Mutti, Gespons oder zur Jetti-Tant’ passen könnte?

Es gibt einige Anhaltspunkte, in welche Richtung die Geschenkauswahl gehen sollte, um echte Freude zu bereiten. Auch dann, wenn du der Person gar nicht nahestehst, die du beschenken möchtest. Beobachte ihr Verhalten. Was ist sie für ein Typ?

Hier 3 Hinweise, wie du für jeden das passende Geschenk findest:

1. Hinweis: Wie verhält sich die zu beschenkende Person allgemein im Alltag?

Wie wirkt sie auf andere, wie denkt und arbeitet sie? Ist sie eher …

A) fröhlich, familiär, gemütlich, fantasievoll, empathisch, mitteilsam, intuitiv, optimistisch, bequem, beliebt und sympathisch?

B) aktiv, spontan, praktisch, emotional, impulsiv, dynamisch, dominant, mitreißend, überlegen und statusbetont?

C) ruhig, analytisch, überlegt, distanziert, sachlich, geordnet, überzeugend, zurückhaltend, verschlossen, planvoll und perfektionistisch?

 

2. Hinweis: Wie geht die Person mit Feierlichkeiten um?

Wie benimmt sie sich in einer Gruppe, welchen Stellenwert haben Familienfeste wie Weihnachten, Ostern, Geburtstage etc. in ihrem Leben?

A) Beziehungen zu anderen Menschen sind dieser Person extrem wichtig, Traditionen hält sie hoch. Sie genießt das gesellige Beisammensein und ist ein gern gesehener Gast. Es können gar nicht genug Leute um den Tisch sitzen, sie ist mittendrin statt nur dabei. In einer Gruppe strahlt sie Heiterkeit und Optimismus aus. Das leibliche Wohl darf nicht zu kurz kommen.

B) Diese Person nützt den Kontakt mit anderen, um im Mittelpunkt zu stehen oder einen Vorteil für sich herauszuschlagen. Beim Familienfest schaut sie höchstens kurz vorbei, sie hat Wichtigeres zu tun. Gewohntes wird ihr schnell zu gewöhnlich. Sie ist gelangweilt von übertriebenen Förmlichkeiten, gegen Konventionen lehnt sie sich auf.

C) Gemeinschaftliche Aktivitäten sind ihr eher eine Pflichtübung als Vergnügen. Diese Person sucht Rückzugsmöglichkeiten und einen gewissen Sicherheitsabstand zu anderen. Sie hält sich daher eher am Rand einer Gruppe auf und gibt sich gesprächsscheu. Überhaupt ist sie nur aus Ordnung und Pflichtgefühl mit von der Partie.

 

3. Hinweis: Wie empfindet die Person den Akt des Beschenktwerdens?

Wie packt sie (d)ein Geschenk aus, wie reagiert sie darauf?

A) Sie zeigt offen ihre Gefühle und bringt ihre Dankbarkeit deutlich zum Ausdruck. Sehr wahrscheinlich sucht sie den Kontakt z. B. durch eine Umarmung. Sie liebt Geschenke, vor allem, wenn es sich um eine Überraschung handelt, und kann sich bereits über Kleinigkeiten freuen. Das Geschenkpapier wird feinsäuberlich von Klebestreifen befreit und für eine andere Gelegenheit aufbewahrt.

B) So einer Person fehlt die Geduld, aufwendige Verpackungen sind ihr ein Gräuel. Geschenke werden blitzschnell ausgewickelt und an Ort und Stelle getestet, z. B. der neue Pulli anprobiert, der Tennisschläger im Wohnzimmer geschwungen, die Skier in der Hauseinfahrt angeschnallt … Du erfährst auch direkt, was die Person davon hält; gefällt es ihr nicht, brauchst du nicht auf Diplomatie zu hoffen.

C) Der Beschenkte benimmt sich höflich aber reserviert. Womöglich legt er das Geschenk beiseite und packt es erst in einem unbeobachteten Moment aus. Später folgen ein Handschlag und ein „Danke, das wäre doch nicht nötig gewesen“, mehr darfst du dir nicht erwarten. In einem Buch oder einer Bedienungsanleitung findet er auf Seite 127 einen Rechtschreibfehler und weist dich darauf hin.

Schenken ist Typsache

Anhand der Hinweise erkennst du, was für einen Typ du vor dir hast: Eher gesellig (A), rasant (B) oder bedacht (C). Das ist zwar eine recht grobe Kategorisierung, trotzdem fällt das Schenken damit umgehend leichter.

Geschmäcker sind so verschieden wie die Menschen selbst: Die Topfpflanze eignet sich für den Technikfreund ebenso wenig wie ein Fallschirmsprung für den ängstlichen Stubenhocker. Um auf Nummer sicher zu gehen ? lade dir gleich deine Liste mit typgerechten Geschenktipps herunter!

Das Schenken macht das Geschenk*

Wir neigen dazu, das zu schenken, was wir selbst gerne hätten und was uns gefällt. Damit machst du anderen aber nur dann eine Freude, wenn die beschenkte Person so tickt wie du. Der wichtigste Hinweis ist daher dieser: Geh nicht von dir selbst aus!

Versetz dich in die Lage des anderen, auch wenn es etwas Beobachtungsgeschick und Einfühlungsvermögen erfordert. In einer Zeit, in der die meisten Geschenke nicht mehr vom Herzen, sondern vom Einkaufszentrum kommen, ist deine Aufmerksamkeit das größte Geschenk überhaupt.

Viel Spaß beim Freude schenken!

Falls du noch immer keine zündende Idee hast, hier ein Geschenk, das für jeden passt: Gutscheine für ein individuelles Training oder Coaching mit Marcus Kutrzeba. 

 

* © Manfred Hinrich, dt. Philosoph (1926-2015)

Geschenktipps für jeden Typ

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Astrid Kutrzeba

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WEB SEI DANK! Wie finde ich mich selbst, und kann man das googeln?

WEB SEI DANK! Wie finde ich mich selbst, und kann man das googeln?

WEB SEI DANK!

Wie finde ich mich selbst, und kann man das googeln?

Es kommt die Zeit, da stellt sich so ziemlich jeder einmal die alles entscheidende Frage: Was die einen als Teenager abgehakt haben – Ist es das? –, erwischt die anderen knapp vor der Torschlusspanik oder pünktlich zur Midlifecrisis – Soll es das gewesen sein? Es beginnt mit harmlosen Zweifeln. Man erwägt einen Urlaub oder Umzug. Werden die Zweifel größer, schwant einem schon, dass womöglich ein gröberer Umbruch ansteht. Der Prozess der Selbstfindung hat begonnen. Nur: Wie finde ich mich selbst? Und wo? Im Internet etwa?


Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?

Als es bei mir vor ein paar Jahren so weit war, war mir nicht klar, woher das ungute Gefühl kam und was es von mir wollte. Neuorientierung? Mein Lebensweg war so schön vorgezeichnet. Ich hätte das Bild nur noch ausmalen brauchen. Doch es entsprach mir mit jedem Tag weniger.

Ein mir nahestehender Persönlichkeitsentwickler (Anm.: Name der Redaktion bekannt) tat sein Bestes, um mir zur Klarheit zu verhelfen. Die Potenzialanalyse war schnell gemacht. Im nächsten Schritt sollte ich beantworten: Was sind deine Ziele? Was willst du erreichen? Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Keine Ahnung. Kann man das googeln?

Selbstfindung im Internet

Hast du dich schon einmal selbst gegoogelt? Ob aus Neugierde oder Eitelkeit, „Egosurfen“, das heißt: den eigenen Namen in eine Suchmaschine eingeben und Enter drücken, kann spannende Ergebnisse bringen. Sie liegen oft jahrelang zurück, wir erinnern uns schon gar nicht mehr daran. Aber das Internet vergisst bekanntlich nicht.

#Webseidank, kann man sich diesen Effekt auch analog zunutze machen. Ich versuchte mich also daran zu erinnern, was mir in meiner Vergangenheit wichtig gewesen war; Was ich mochte, welche Hobbys ich hatte, mit wem ich meine Zeit verbrachte, wer meine Idole waren …

Kaum hatte ich die imaginäre „Google-Brille“ aufgesetzt, kamen die Antworten wie von selbst:

Wer bin ich?

Ein Menschen- und Tierfreund, ein kontaktfreudiger Bauchmensch, gern mittendrin, farben- und von Natur aus lebensfroh, ein bisschen gemütlich, manchmal langsam.

Was kann ich?

Meiner Intuition vertrauen, Menschen und Situationen einschätzen, verstehen und auf sie eingehen, fühlen und mitfühlen, mir Zeit nehmen, Geschichten erzählen, Räume gestalten, Musik machen, Bilder malen, Texte verfassen …

Was will ich?

All das ausleben. Nicht nur einen Bruchteil. Bingo!

Zurückschauen um nach vorne zu blicken

Das Ergebnis meiner Rückschau war, dass ich mein Potenzial nicht auslebte. Ich konnte mehr, als ich für meine aktuelle Arbeit benötigte. Ich hatte mehr zu geben, als ich bisher gab. Und das war gleichzeitig mein Ziel für die Zukunft: Meine Begabungen ab sofort stärker einzusetzen; und zwar so, dass ich und andere davon profitierten. Die unendlichen Weiten des World Wide Web boten sich geradezu dafür an.

Das Internet ist seither zum fixen Bestandteil meines Alltags geworden. Das Bloggen, Posten, Kommentieren, Teilen, Skypen, Twittern & Co. ermöglicht mir, Menschen zu erreichen, sie persönlich weiterzubringen, ihnen zu helfen, sie zum Nachdenken oder einfach nur zum Schmunzeln zu bringen. Hier kann ich meine Talente ausleben, und zwar so, dass sie einen Mehrwert schaffen und nicht zum Selbstzweck verkommen.

Gesucht und gefunden, #webseidank

In der Online-Welt und damit zusammenhängenden Workshops habe ich unzählige neue Kontakte und Netzwerke geknüpft – allen voran zur Schreibwerkstatt von Huberta Weigl -, die ich auch offline nicht mehr missen möchte. Sie sind zu meinen „Kollegen“ im Homeoffice geworden. Es klingt verrückt, aber ich bin den Menschen über das Web viel näher gekommen. Einem Menschen ganz besonders: mir selbst. 

Das Ergebnis meiner Suche ist gleichzeitig die Antwort auf die Frage der Blogparade von Annette Schwindt und Thomas F. Reis, „Was das Web mir persönlich menschlich Gutes gebracht hat?“ Sie lautet: Mich mir selbst näher. #Webseidank

Welche Erfahrungen hast du mit dem Aufspüren deiner persönlichen Potenziale? Wie lebst du sie aus? Womöglich sogar online? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

Zum Thema Selbstfindung im Internet gibt’s auch ein Radiointerview mit Marcus Kutrzeba – hör rein! 

Selbstfindung im Internet - Geht das überhaupt?

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SOMMER, SONNE, STRANDVERKÄUFER: 3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest, nicht darunter

SOMMER, SONNE, STRANDVERKÄUFER: 3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest, nicht darunter

SOMMER, SONNE, STRANDVERKÄUFER:

3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest, nicht darunter

Urlaubszeit ist Reisezeit: Stell dir vor, du liegst am Strand. Entspannt lauschst du dem Rauschen des Meeres. Und dann das: Ciao Bella! Hola, qué pasa? Kaliméra! Hakuna Matata! Hello, my friend! Alarmstufe Rot: Strandverkäufer!

Es ist egal, wohin du fährst – sie haben dich. Es ist egal, was du nicht brauchst – sie haben es. Es ist nicht egal, wie du dich verhältst, wenn du sie wieder loswerden willst. Hier sind die Strategien für die top 3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest. Sonst hast du sie nämlich darunter! 


Verkäufer-Typ 1: „Der sympathische Angreifer“

Dieser Verkäufer-Typ ist ein geselliger Zeitgenosse mit dem Herz am rechten Fleck. Was er tut, tut er für andere. Er lebt, um zu geben. Und zu geben hat er eine Menge, sein Bauchladen ist voll davon: „Massage?“, heißt: Ich will, dass es dir gut geht! „Melone?“, heißt: Ich sorge für dein leibliches Wohl! Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat er selbst acht hungrige Kinder zuhause. Je länger und weiter er von ihnen entfernt ist, umso größer sein Verkaufseifer. Diesen lässt er aber niemals unangenehm heraushängen, denn ihm liegt etwas daran, dass man ihn gerne um sich hat.

So erkennst du den Angreifer:

Wie der Name schon sagt, scheut er nicht davor zurück, dich „anzugreifen“ – aber nicht in Wadenbeißer-Manier. Er ist vielmehr ein Beziehungsmensch, der gleich beim ersten Kontakt mit dir auf Tuchfühlung gehen will. Er streckt dir die Hand hin, stellt sich mit Namen vor und fängt sofort das Gespräch an. Vom ersten Moment an wird er versuchen, ein kameradschaftliches Verhältnis zu dir aufzubauen.

Dieser Verkäufer-Typ lockt mit bequemen Angeboten für alle und gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die guten Erfahrungen, die andere Urlauber mit ihm gemacht haben, sind sein größtes Kapital. Er ist immer heiter und optimistisch, einfach einer vom Schlag „guter Kumpel“. Es wäre nicht verwunderlich, wenn er am Ende deines Urlaubs auch zu einem geworden ist. Es sei denn, du tust Folgendes …

So wirst du ihn los:

Bleibe so kühl und distanziert wie möglich. Lass dich nicht auf eine Unterhaltung ein, schon gar nicht zu seinen Lieblingsthemen: Herkunft, Familie, Essen! Sobald das Gespräch auch nur ansatzweise persönlich wird, ist das Band zum Angreifer geknüpft – und lässt sich bis zur Heimreise nicht mehr lösen. Am besten du ignorierst ihn und schweigst dich aus, wenn er dich anspricht. Oder du machst einen auf unsympathischer Grobian. Das tut ihm zwar im Herzen weh, aber Hauptsache ist doch, er verschwindet.

Verkäufer-Typ 2: „Der selbstsichere Mitreißer“

Der Mitreißer ist ein entschlossener Kerl und aufrichtig begeistert von dem was er tut. Er lässt sich nicht so leicht den Schneid abkaufen. Er verkauft viel lieber, am allerliebsten sich selbst, denn er hat ein großes Ego. Dieser Typ ist nur auf Erfolg gepolt, was er jedoch mit flotten Sprüchen und einem Augenzwinkern überspielt. In Wahrheit ist er ein verletzliches Kerlchen, das schmollt, wenn du ihm und seinen exklusiven Angeboten nicht huldigst.

So erkennst du den Mitreißer:

Der Auftritt des Mitreißers ist cool und gewitzt. Er ist das Alpha-Tier unter all den Marktschreiern am Strand. Understatement ist nicht seine Sache. Dieser Verkäufer ist einer von der „schnellen Sorte“, das heißt, er dreht dir auf der Stelle etwas an. Sein Erfolgsgeheimnis lautet: Tempo! Wenn du ihm länger zuhörst, merkst du, dass er viel heiße Luft von sich gibt. Bezeichnend ist auch seine beleidigte Miene, wenn du nicht sofort begeistert zugreifst.

Gleichzeitig zeichnet ihn eine fast schon plumpe Hartnäckigkeit aus. Er ist ein rhetorischer Vifzack – man könnte auch Sprücheklopfer sagen – und „erblödet“ sich nicht, dir drei Mal hintereinander dieselbe Frage zu stellen. Er drängt dir sein Zeug so lange auf, bis du endlich die Geldbörse zückst.

So wirst du ihn los:

Kauf ihm etwas ab. Im Ernst: Wenn er dir nicht lange in der Sonne stehen soll, ist das der kürzeste und schmerzloseste Weg. Eine andere Möglichkeit ist, ihn zu langweilen, indem du über Belangloses schwafelst. An Smalltalk und echten Gefühlen hat der Mitreißer kein Interesse. Alternativ kannst du ihn mit Detailfragen nerven. Das suggeriert ihm, dass du Zweifel an der Exklusivität seiner Produkte oder an seinem Wort haben könntest. So eine Respektlosigkeit wird er sich nicht lange bieten lassen und freiwillig das Feld räumen. Nicht ohne dich dabei in eine Wolke aus Beschimpfungen zu hüllen – ein Typ wie er braucht einen standesgemäßen Abgang.

Verkäufer-Typ 3: „Der sachliche Überzeuger“

Der Überzeuger ist der wohl unauffälligste Verkäufer-Typ von allen. Man stört sich nicht an ihm. Das ist seine Masche, denn er will alles, nur ja nicht stören! Sein zurückhaltendes Wesen passt zum Strand wie das Meerwasser. Aber wie das bei stillen Wassern eben ist, können sie unheimlich tief sein. Dieser Typ ist der perfekte Verkaufsstratege. Er geht überlegt und absolut korrekt vor. Das Fachliche steht im Vordergrund. Sorgfalt ist sein zweiter Vorname.

So erkennst du den Überzeuger:

Er lehnt an einer Palme und beobachtet dich aus der Ferne. Allenfalls streift er im Respektabstand von zehn Metern an deinem Schirm vorbei. Die ganz Mutigen seines Typs stellen sich auch schon mal neben dich und fächern sich mit Prospekten kühle Luft ins Gesicht. Sonst tut oder sagt der Überzeuger: Nichts. Er bietet stillschweigend seine Waren feil und lässt die Zeit für sich arbeiten. Gelassen harrt er aus, bis dir die „Macht des Schweigens“ zu gewaltig wird und du ihm seinen Kram aus der Hand reißt.

Obwohl er grundsätzlich menschen- und gesprächsscheu ist, kann auch dieser Verkäufer ganz schön mitteilsam werden. Und zwar dann, wenn es um Zahlen, Daten und Fakten geht. Er hat ein Faible für technische Details und Argumente und läuft zur Hochform auf, wenn er dich dahingehend belehren kann. Damit ist seine Überzeugungsarbeit auch schon wieder getan. Verkaufsdruck wirst du dagegen nie verspüren, dafür ist er ein viel zu vorsichtiger Zeitgenosse.

So wirst du ihn los:

Der Überzeuger ist ein Einzelgänger und Individualist. Das Schlimmste was ihm passieren kann, ist, dass jemand in seine Privatsphäre eindringt. Rücke ihm also auf die Pelle und stelle intime Fragen. Er wird sich schnell unwohl fühlen und von dannen ziehen. Stattdessen kannst du auch den Wichtigtuer spielen und ihm sagen, wie sein Produkt oder Geschäft wirklich funktioniert. Auch darauf reagiert er allergisch. Solltest du mehrmals am selben Ort urlauben, sei unbesorgt: Er wird dich aufgrund seines ausgeprägten Gedächtnisses zwar wiedererkennen; da er aber nachtragend bis ans Lebensende ist, kommt er bestimmt nicht wieder unter deinen Schirm.

Schummeln erlaubt: Checkliste zum Einschätzen der Verkäufer-Typen

Du hast die 3 Verkäufer-Typen und ihre Eigenarten noch nicht so gut „am Schirm“? Dann pack dir gleich unsere Checkliste zum Einschätzen in die Badetasche. Damit kann nichts mehr schiefgehen. Schönen Urlaub! … und lass dir den Blick aufs Meer nicht von der gefälschten Designer-Sonnenbrille trüben! ?

PS: Übrigens, welcher von den Verkäufer-Typen wärst du? Wenn du den Geheimnissen der menschlichen Typen, Talente und Tücken im Zusammenleben auf den Grund gehen möchtest, komm zu einem öffentlichen Training in Wien. Du kannst dich hier dafür anmelden.

PPS: Ähnlichkeiten mit lebenden und dir bekannten Personen – die noch dazu gar keine Strand-Verkäufer sind – sind rein zufällig und unbeabsichtigt.

Lade dir hier die Checkliste zum Einschätzen von Verkäufer-Typen herunter

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DER AGENDA-SCHMÄH: Gekonnt Gespräche führen, statt sich zum Clown machen

DER AGENDA-SCHMÄH: Gekonnt Gespräche führen, statt sich zum Clown machen

DER AGENDA-SCHMÄH

Gekonnt Gespräche führen, statt sich zum Clown machen

„Ach du meine Güte, wie konnte das Gespräch nur so außer Kontrolle geraten?“ Kennst du die Situation? Ein paar Stunden sind um, es wurde viel geredet und doch nichts konkret besprochen. Du ärgerst dich über dich selbst. Oft noch Tage später. Erspar dir den tagelangen Frust über chaotische Gespräche. Investiere stattdessen 2 Minuten in eine professionelle Vorbereitung. Wie das geht in so kurzer Zeit? Mit dem Agenda-Schmäh – nicht neu, aber immer überraschend gut!


„Sichunterhalten“ ist nicht gleich „sich unterhalten“

Wir unterhalten uns täglich. Anregende Gespräche im Plauderton und ungezwungener Gedankenaustausch fallen uns leicht. Das nennt man „Sichunterhalten“. Und ist ein angenehmer Zeitvertreib.

Sobald es aber darum geht, gewisse Dinge zur Sprache zu bringen und auf ein konkretes Gesprächsziel hinzulenken, sieht die Sache anders aus. Dem Kunden einen neuen Auftrag verkaufen? Beim Chef eine Gehaltserhöhung ansprechen? Mit dem Geschäftspartner ein kniffeliges Projekt diskutieren? Dafür braucht es ein gewisses Maß an Professionalität. Das heißt: Struktur. Und das Werkzeug dafür heißt: Agenda.

Was ist eine Agenda?

Agenda leitet sich vom lateinischen agere ab und bedeutet so viel wie „das zu Tuende“. Der Einfluss der englischen Sprache hat die Bedeutung hin zu Tagesordnung verschoben; einer Liste von Punkten, die im Gespräch durchgegangen werden sollen.

Mit Hilfe einer Agenda werden also Gespräche gesteuert. Du vergisst keine wichtigen Informationen, siehst während des Gesprächs, wo du gerade stehst und was als nächstes zu tun ist, sprich, wie du weiter agieren sollst.

Sinn und Zweck einer Agenda

Es kann manchmal schwierig sein, etwas konkret auf den Punkt zu bringen, den anderen mit einem bestimmten Thema zu konfrontieren oder seine eigene Botschaft zu vermitteln. Die Agenda ist eine sehr einfache und gleichzeitig elegante Methode, um Gespräche exakt in die gewünschte Richtung zu lenken und jederzeit den Überblick zu behalten.

Gespräche führen auf Augenhöhe

„Bitte, beginnen Sie doch einfach, Herr Maier.“ „Erzählen Sie einmal etwas über sich, Frau Wagner …“ Wer jetzt munter drauflos plappert, dem ist die Unterhaltung bereits entglitten. Er oder sie hat den Faden aus der Hand gegeben. Denn: Wer fragt, führt (das Gespräch).

JETZT wäre der richtige Zeitpunkt für eine Agenda: „Was halten Sie davon, wenn wir das Gespräch strukturiert angehen?“, fragst du beispielsweise. Und: „Ist das so in Ordnung?“, während du die Agenda überreichst.

… statt sich zum Clown machen

Hast du keine Agenda vorbereitet, ist es vergleichsweise schwieriger, Augenhöhe und Überblick zu wahren und alle deine (Stand)Punkte unterzubringen. Mit einigem Geschick gelingt es dir vielleicht. Doch je heikler die Situation oder das Thema sind, und je angespannter du selbst bist, umso schwerer wird das Unterfangen.

Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass du dich vergeblich bemühen wirst, das Gespräch in die gewünschte Richtung umzulenken. Und dich dabei gehörig zum Clown machst.

Folgenden Nutzen hat eine Agenda:

1. Verblüffen:

Egal ob im Bewerbungs-, Kunden-, Mitarbeiter- oder Verkaufsgespräch, gestalte die Gesprächseröffnung mit der Agenda und du wirkst angenehm anders als alle anderen. Verblüffte Gesichter sind dir gewiss.

2. Imponieren:

Kaum jemand rechnet damit, dass du mit einem ausformulierten Leitfaden zum Termin erscheinst. Mit einer Agenda signalisierst du, dass du dich vorbereitet hast und wirkst enorm professionell.

3. Steuern:

Wenn dich dein Gegenüber bittet anzufangen, dann … zückst du die Agenda! Damit schlitterst du garantiert nicht in die Plauder- oder Rechtfertigungsfalle. Du bringst vielmehr den anderen ins Reden und führst gekonnt durch das Gespräch.

4. Strategisch nutzen:

Notiere dir die Aussagen deines Gesprächspartners zu den jeweiligen Fragen. Dadurch gewinnst du Zeit, um dir deine  Antworten zu überlegen und nicht vorschnell zu reagieren. Außerdem kannst du das Gesagte am Ende in eigenen Worten zusammenfassen, was ein grandioser Gesprächsabschluss ist.

Was ist der Schmäh dabei?

Im Grunde wissen wir alle, dass ein ordentliches Gespräch einer soliden Vorbereitung bedarf. Oft will es aber einfach nicht sein, wir bringen es zeitlich nicht unter. Oder gehen wir die Sache etwa verkehrt an?

Viele Menschen glauben, sie müssten sich intensiv inhaltlich mit einem bevorstehenden Termin auseinandersetzen. Die Homepage der zukünftigen Firma bis ins allerletzte Detail studieren zum Beispiel. Die Glanzpunkte im eigenen Lebenslauf auswendig lernen. Oder mutmaßliche Probleme und Gesprächshindernisse samt Lösungsansätzen vorausdenken. Kann man machen. Muss aber nicht sein.

Eine professionelle Gesprächsvorbereitung mit Agenda kostet dich kaum länger als ein paar Minuten. Die Wirkung ist dieselbe, als ob du Stunden dafür aufgewendet hättest. Das ist der Schmäh bei der Sache! Überraschend einfach. Überraschend gut.

Muster-Agenda zum Ausprobieren

Glaubst du nicht? Probiere es aus: Lade dir gleich unten die K-PUNKT Muster-Agenda herunter und bereite damit im Handumdrehen deine nächsten Gespräche vor. Lass uns wissen, wie es dir dabei ergangen ist, wie deine Termine gelaufen sind.

Wir freuen uns auf deine Kommentare und Feedback!

 

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Astrid Kutrzeba

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