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GIB DEM AFFEN KEINEN ZUCKER!

Verantwortung macht das Leben süß    

Mein Leben ist süß. Im übertragenen Sinn definitiv. Ich liebe, was ich tue, die Menschen, die mich umgeben, die Aufgaben, die sich mir stellen und ich habe eine schöne Vision von der Zukunft. Ich bin fröhlich, kreativ und wissbegierig und … eigenverantwortlich. So dachte ich zumindest. Bis ich darauf kam: Mein Leben ist womöglich zu süß!? Und zwar im wahrsten Wortsinn. Viel zu süß, um wahr, aber vor allem, um gut für mich zu sein. Zeit es herauszufinden, Zeit für einen Selbstversuch …

 

Dieser Artikel ist ursprünglich 2016 als Gastartikel im Blog von „Lebenstempo-Macherin“ Petra Schuseil erschienen, der aufgrund einer Hackerattacke nicht mehr aufrufbar ist. Aus aktuellem Anlass stelle ich ihn hier nochmals online. Denn in diesem Jahr hat „die kleine Botin“ Daniela Gaigg die #wenigermehr Fasten-Challenge ausgerufen.  


Aus dem Bauch raus

Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen, ist sehr gut. Der erste Impuls ist doch meist der Richtige. Ich bin so ein Bauch-Typ. Ich meine zu wissen, was mir guttut, wonach mein Körper verlangt und wann es genug ist. Auch Nahrungsaufnahme passiert bei mir vielmehr „aus dem Bauch heraus“, als dort hinein.

Wären da nicht die äußeren Einflüsse: Familienessen, ein schneller Muffin beim Bäcker, Naschware an der Supermarktkasse, süße Verführungen immer und überall. Ich habe kein Thema mit Süßem an sich. Es ist das Umfeld, das meine Bauchentscheidungen so oft sabotiert. Aber wer trägt dafür die Verantwortung?

Selbstversuch zur Fastenzeit

Die Fastenzeit war mir bisher nie besonders wichtig gewesen. Während andere vorübergehend auf Alkohol verzichteten, ihren Fleischkonsum einstellten oder Süßigkeiten abschworen, aß und trank ich die berühmten vierzig Tage lang immer genau das gleiche, wie an den übrigen dreihundertfünfundzwanzig auch. Dieses Mal sollte es anders kommen.

Denn schon länger experimentierte ich mit meinen Essgewohnheiten. Ich trug Infos zusammen, las Expertenmeinungen, recherchierte das Internet leer. In der gesamten Ernährungsdebatte schien ein Thema die Geister zu scheiden wie kaum ein anderes: Zucker!

Was ich wusste: Zucker ist ungesund. Punktum. Zwar kann der Mensch ohne ihn nicht leben, aber den verantwortungsvollen Umgang damit haben die meisten von uns längst verlernt. Was ich nicht wusste: Wo ist überall Zucker drin? Geht es überhaupt ganz ohne? Welche Alternativen gibt es? Vierzig Tage, um drauf zu kommen. Vierzig Tage, um darauf zu verzichten.

Sweets for my Sweet, Sugar for the Dummy

Seit Aschermittwoch kämpfe ich mich nun durch den Dschungel aus Saccharose, Fructose, Glucose, Dextrose, Maltose und wie sie alle heißen. Der industrielle Haushaltszucker flog gleich am ersten Tag aus dem Vorratsschrank. Auch andere Vorräte, denen mithilfe irreführender Packungsangaben etwas vom „reinen Naturprodukt“ beigemischt ist, habe ich weggeben.

Die Süßigkeiten-Lade ist jetzt mit Trockenfrüchten und Nüssen gefüllt. Wenn ich Saft möchte, presse ich Orangen. Gekocht wird mit Honig, Birkenzucker und Datteln. Es gäbe noch viele alternative Süßungsmittel, aber deren Eigenschaften ähneln mir teilweise zu sehr denen ihres strahlend weißen Bruders. Und den sollte man nicht mal dem Affen geben.

Gib dem Affen KEINEN Zucker

Nicht, dass ich es nicht geahnt hätte, aber der Zusammenhang war mir noch nie so bewusst: Wenn wir dem sprichwörtlichen Affen Zucker geben, lassen wir unseren Schwächen freien Lauf. Wir füttern den inneren Schweinehund und wundern uns später, wenn das ausgefressene Tier unseren Zielen und gewünschten Ergebnissen im Weg steht. Das gilt übrigens unabhängig vom Fastengebot für ALLE Vorhaben im Leben.

Egal was wir also „fasten“, Hauptsache ist, wir fasten. Das heißt, das Hauptaugenmerk liegt ausschließlich auf dem, was wir konkret erreichen oder tun wollen. Der Weg zum Ziel führt eben über ganz bestimmte Handlungen. Nur setzen wir oft Handlungen, die nichts mit unseren jeweiligen Zielen zu tun haben. Aus bequemen Lebensmotiven und (Ab-) Neigungen heraus – Schweinehund lässt grüßen!

Ade süße Laster, Hallo Verantwortung!

Keine Frage, uns allen sitzt so ein Schweinhund im Nacken. Mein Selbstversuch hat mir – abgesehen von den positiven Auswirkungen des Zuckerverzichts – gezeigt, was es wirklich braucht, um ihn zu bändigen: VERANTWORTUNG. Was bedeutet schon ein Ja, wenn ich nicht Nein sagen kann?

Verantwortung für ein Ziel oder Ergebnis zu übernehmen, bedingt

  • mit der richtigen Einstellung an die Sache heranzugehen,
  • den Fokus zu halten,
  • Prioritäten zu setzen in einer Fülle an Möglichkeiten, und schließlich
  • selbst UND bewusste Entscheidungen zu treffen!

Wie das alles zusammenspielt und dir dabei hilft, deine Ziele zu erreichen, kannst du hier nachlesen: Der Kapitän bin ich: 5 Fragen, um erfolgreich durchs Leben zu navigieren.

Leben, süßer denn je …

Man könnte annehmen, ein zuckerfreies Leben ist entbehrungsreich. Das empfinde ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil, ich bin so „reich“ wie selten zuvor. Reich an Ernährungsbewusstsein, reich an Wissen, um informierte Entscheidungen zu treffen und reich an neuen Geschmäckern und gesünderem Genuss.

Für mich ist das Fasten viel weniger Verzicht, als Gewinn. Und die Verantwortung ist mir viel weniger eine Last, als erlebte Freiheit. Das Leben ist (zucker-) frei viel süßer – probiert’s auch aus!

Über eure Ansichten dazu und Erfahrungen damit freue ich mich in den Kommentaren!  

 

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Astrid Kutrzeba

Astrid Kutrzeba

Autorin

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