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SOMMER, SONNE, STRANDVERKÄUFER:

3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest, nicht darunter

Urlaubszeit ist Reisezeit: Stell dir vor, du liegst am Strand. Entspannt lauschst du dem Rauschen des Meeres. Und dann das: Ciao Bella! Hola, qué pasa? Kaliméra! Hakuna Matata! Hello, my friend! Alarmstufe Rot: Strandverkäufer!

Es ist egal, wohin du fährst – sie haben dich. Es ist egal, was du nicht brauchst – sie haben es. Es ist nicht egal, wie du dich verhältst, wenn du sie wieder loswerden willst. Hier sind die Strategien für die top 3 Verkäufer-Typen, die du auf dem Schirm haben solltest. Sonst hast du sie nämlich darunter! 


Verkäufer-Typ 1: „Der sympathische Angreifer“

Dieser Verkäufer-Typ ist ein geselliger Zeitgenosse mit dem Herz am rechten Fleck. Was er tut, tut er für andere. Er lebt, um zu geben. Und zu geben hat er eine Menge, sein Bauchladen ist voll davon: „Massage?“, heißt: Ich will, dass es dir gut geht! „Melone?“, heißt: Ich sorge für dein leibliches Wohl! Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat er selbst acht hungrige Kinder zuhause. Je länger und weiter er von ihnen entfernt ist, umso größer sein Verkaufseifer. Diesen lässt er aber niemals unangenehm heraushängen, denn ihm liegt etwas daran, dass man ihn gerne um sich hat.

So erkennst du den Angreifer:

Wie der Name schon sagt, scheut er nicht davor zurück, dich „anzugreifen“ – aber nicht in Wadenbeißer-Manier. Er ist vielmehr ein Beziehungsmensch, der gleich beim ersten Kontakt mit dir auf Tuchfühlung gehen will. Er streckt dir die Hand hin, stellt sich mit Namen vor und fängt sofort das Gespräch an. Vom ersten Moment an wird er versuchen, ein kameradschaftliches Verhältnis zu dir aufzubauen.

Dieser Verkäufer-Typ lockt mit bequemen Angeboten für alle und gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die guten Erfahrungen, die andere Urlauber mit ihm gemacht haben, sind sein größtes Kapital. Er ist immer heiter und optimistisch, einfach einer vom Schlag „guter Kumpel“. Es wäre nicht verwunderlich, wenn er am Ende deines Urlaubs auch zu einem geworden ist. Es sei denn, du tust Folgendes …

So wirst du ihn los:

Bleibe so kühl und distanziert wie möglich. Lass dich nicht auf eine Unterhaltung ein, schon gar nicht zu seinen Lieblingsthemen: Herkunft, Familie, Essen! Sobald das Gespräch auch nur ansatzweise persönlich wird, ist das Band zum Angreifer geknüpft – und lässt sich bis zur Heimreise nicht mehr lösen. Am besten du ignorierst ihn und schweigst dich aus, wenn er dich anspricht. Oder du machst einen auf unsympathischer Grobian. Das tut ihm zwar im Herzen weh, aber Hauptsache ist doch, er verschwindet.

Verkäufer-Typ 2: „Der selbstsichere Mitreißer“

Der Mitreißer ist ein entschlossener Kerl und aufrichtig begeistert von dem was er tut. Er lässt sich nicht so leicht den Schneid abkaufen. Er verkauft viel lieber, am allerliebsten sich selbst, denn er hat ein großes Ego. Dieser Typ ist nur auf Erfolg gepolt, was er jedoch mit flotten Sprüchen und einem Augenzwinkern überspielt. In Wahrheit ist er ein verletzliches Kerlchen, das schmollt, wenn du ihm und seinen exklusiven Angeboten nicht huldigst.

So erkennst du den Mitreißer:

Der Auftritt des Mitreißers ist cool und gewitzt. Er ist das Alpha-Tier unter all den Marktschreiern am Strand. Understatement ist nicht seine Sache. Dieser Verkäufer ist einer von der „schnellen Sorte“, das heißt, er dreht dir auf der Stelle etwas an. Sein Erfolgsgeheimnis lautet: Tempo! Wenn du ihm länger zuhörst, merkst du, dass er viel heiße Luft von sich gibt. Bezeichnend ist auch seine beleidigte Miene, wenn du nicht sofort begeistert zugreifst.

Gleichzeitig zeichnet ihn eine fast schon plumpe Hartnäckigkeit aus. Er ist ein rhetorischer Vifzack – man könnte auch Sprücheklopfer sagen – und „erblödet“ sich nicht, dir drei Mal hintereinander dieselbe Frage zu stellen. Er drängt dir sein Zeug so lange auf, bis du endlich die Geldbörse zückst.

So wirst du ihn los:

Kauf ihm etwas ab. Im Ernst: Wenn er dir nicht lange in der Sonne stehen soll, ist das der kürzeste und schmerzloseste Weg. Eine andere Möglichkeit ist, ihn zu langweilen, indem du über Belangloses schwafelst. An Smalltalk und echten Gefühlen hat der Mitreißer kein Interesse. Alternativ kannst du ihn mit Detailfragen nerven. Das suggeriert ihm, dass du Zweifel an der Exklusivität seiner Produkte oder an seinem Wort haben könntest. So eine Respektlosigkeit wird er sich nicht lange bieten lassen und freiwillig das Feld räumen. Nicht ohne dich dabei in eine Wolke aus Beschimpfungen zu hüllen – ein Typ wie er braucht einen standesgemäßen Abgang.

Verkäufer-Typ 3: „Der sachliche Überzeuger“

Der Überzeuger ist der wohl unauffälligste Verkäufer-Typ von allen. Man stört sich nicht an ihm. Das ist seine Masche, denn er will alles, nur ja nicht stören! Sein zurückhaltendes Wesen passt zum Strand wie das Meerwasser. Aber wie das bei stillen Wassern eben ist, können sie unheimlich tief sein. Dieser Typ ist der perfekte Verkaufsstratege. Er geht überlegt und absolut korrekt vor. Das Fachliche steht im Vordergrund. Sorgfalt ist sein zweiter Vorname.

So erkennst du den Überzeuger:

Er lehnt an einer Palme und beobachtet dich aus der Ferne. Allenfalls streift er im Respektabstand von zehn Metern an deinem Schirm vorbei. Die ganz Mutigen seines Typs stellen sich auch schon mal neben dich und fächern sich mit Prospekten kühle Luft ins Gesicht. Sonst tut oder sagt der Überzeuger: Nichts. Er bietet stillschweigend seine Waren feil und lässt die Zeit für sich arbeiten. Gelassen harrt er aus, bis dir die „Macht des Schweigens“ zu gewaltig wird und du ihm seinen Kram aus der Hand reißt.

Obwohl er grundsätzlich menschen- und gesprächsscheu ist, kann auch dieser Verkäufer ganz schön mitteilsam werden. Und zwar dann, wenn es um Zahlen, Daten und Fakten geht. Er hat ein Faible für technische Details und Argumente und läuft zur Hochform auf, wenn er dich dahingehend belehren kann. Damit ist seine Überzeugungsarbeit auch schon wieder getan. Verkaufsdruck wirst du dagegen nie verspüren, dafür ist er ein viel zu vorsichtiger Zeitgenosse.

So wirst du ihn los:

Der Überzeuger ist ein Einzelgänger und Individualist. Das Schlimmste was ihm passieren kann, ist, dass jemand in seine Privatsphäre eindringt. Rücke ihm also auf die Pelle und stelle intime Fragen. Er wird sich schnell unwohl fühlen und von dannen ziehen. Stattdessen kannst du auch den Wichtigtuer spielen und ihm sagen, wie sein Produkt oder Geschäft wirklich funktioniert. Auch darauf reagiert er allergisch. Solltest du mehrmals am selben Ort urlauben, sei unbesorgt: Er wird dich aufgrund seines ausgeprägten Gedächtnisses zwar wiedererkennen; da er aber nachtragend bis ans Lebensende ist, kommt er bestimmt nicht wieder unter deinen Schirm.

Schummeln erlaubt: Checkliste zum Einschätzen der Verkäufer-Typen

Du hast die 3 Verkäufer-Typen und ihre Eigenarten noch nicht so gut „am Schirm“? Dann pack dir gleich unsere Checkliste zum Einschätzen in die Badetasche. Damit kann nichts mehr schiefgehen. Schönen Urlaub! … und lass dir den Blick aufs Meer nicht von der gefälschten Designer-Sonnenbrille trüben! ?

PS: Übrigens, welcher von den Verkäufer-Typen wärst du? Wenn du den Geheimnissen der menschlichen Typen, Talente und Tücken im Zusammenleben auf den Grund gehen möchtest, komm zu einem öffentlichen Training in Wien. Du kannst dich hier dafür anmelden.

PPS: Ähnlichkeiten mit lebenden und dir bekannten Personen – die noch dazu gar keine Strand-Verkäufer sind – sind rein zufällig und unbeabsichtigt.

Lade dir hier die Checkliste zum Einschätzen von Verkäufer-Typen herunter

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Astrid Kutrzeba

Astrid Kutrzeba

Autorin

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