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WENN DAS TAKTGEFÜHL FEHLT …

Facebook für Unternehmensziele richtig nutzen

Ein Gastartikel von Huberta Weigl

Manchmal wundere ich mich, wie wenig Gefühl für Takt und Anstand manche UnternehmerInnen haben. Vor allem auf Facebook merke ich das. Man sollte ja meinen, dass zum Verkaufen Empathie gehört, also die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen und dadurch zu erkennen, was sie brauchen. Viele UnternehmerInnen scheinen aber ausschließlich die Bewerbung ihres Angebots im Sinn zu haben. Beinhart posten sie ihr Zeug in den unendlichen Weiten von Facebook. Ob es jemanden interessiert oder nicht, darüber denken sie überhaupt nicht nach bzw. es ist für sie nicht relevant. Denn sie betrachten ihr Tun lediglich aus ihrer eigenen Perspektive, in die Rolle ihrer LeserInnen und potenziellen KundInnen schlüpfen sie nicht. Und genau das ist das Problem!


So setzen Sie Facebook mit Taktgefühl für Ihre Unternehmensziele ein

Wenn Sie Facebook für Ihr Unternehmen nutzen wollen,

  • legen Sie eine Seite an und posten Sie dort Inhalte, die für Ihre Zielgruppe einen Mehrwert bieten. Liefern Sie Tipps und Anregungen. Alles, was das Etikett „Kaufe mich!“ trägt, sollten Sie nur fallweise posten. Ich rate Ihnen zu bloggen, dann haben Sie gute Inhalte für Ihre Facebook-Seite und über die Blogartikel kommen Ihre LeserInnen dann ja auch auf Ihre Website, wo Sie letztendlich verkaufen.
  • teilen Sie Posts von anderen Unternehmen auf Ihrer Seite. Networking beginnt mit Geben. Posten Sie auch von dem einen oder anderen Mitbewerber etwas. Ich habe das Gefühl, dass manche UnternehmerInnen ständig drauf hoffen, dass die anderen etwas für sie tun, und fürchten, dass ihnen ein Zacken aus der Krone bricht, wenn sie etwas teilen – vor allem von anderen Unternehmen und noch viel mehr von Mitbewerbern.
  • reagieren Sie zeitnah auf die Kommentare auf Ihrer Seite. Facebook ist eine Kommunikationsplattform. Die Menschen möchten sich hier austauschen – auch mit Ihnen als Unternehmen. Liken Sie also Kommentare nicht nur, sondern antworten Sie auch darauf.
  • beteiligen Sie sich aktiv an Diskussionen in Gruppen. Geben Sie dort nützliche Tipps, verkneifen Sie es sich aber bitte, auf eigene Blogartikel und Angebote hinzuweisen – es sei denn, in der Gruppe ist das explizit erlaubt. Dann aber können Sie sich auch wiederum sicher sein, dass es Ihnen wenig bringt, Ihre Artikel zu posten. Solche Gruppen sind nämlich meist reine Abladestellen für Texte, die letztendlich niemand liest. Eine Ausnahme sind da Gruppen mit einer ganz speziellen thematischen Ausrichtung wie zum Beispiel Yoga, vegane Ernährung etc.

Natürlich dürfen Sie auf Facebook auch Werbung machen

Wenn Sie Werbung machen möchten, verwenden Sie dazu bitte Ihre eigene Facebook-Seite und schalten Sie dort Anzeigen. Alles andere ist tabu! Dazu zählen übrigens auch fremde Facebook-Seiten. Die sind nicht Ihr Zuhause, sondern das eines anderen Unternehmens. Dort sollten Sie also überhaupt nichts posten.

Nicht nur in der realen Welt, sondern auch in der digitalen sind Taktgefühl und Höflichkeit gefragte Tugenden, wenn Sie erfolgreich sein wollen.

 

☞ Übrigens: Das Thema „Empathie im Verkauf“ ist ein Dauerbrenner hier im Blog: Wie kann ich mich in meine Kunden hineinversetzen? Wie gelingt es mir eine Beziehung aufzubauen? Wie kann ich sie für mich, meine Produkte oder Ideen gewinnen? Wenn du zukünftige Beiträge dazu nicht verpassen möchtest, kannst du dich hier für den K-PUNKT Newsletter anmelden. Etwa zwei Mal monatlich erhältst du dann Praxistipps zu Kommunikation, Verkauf, Einstellung und Motivation sowie Veranstaltungs- und Termininfos.

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MMag. Dr. Huberta Weigl

MMag. Dr. Huberta Weigl

Gastautorin

Studium der Betriebswirtschaft und der Kunstgeschichte. Anschließend u. a. zehn Jahre Assistentin an der Universität Wien. 2012: Gründung der „Schreibwerkstatt“ (Wien). Arbeitsschwerpunkte: Wissenschaftskommunikation, PR, Social Media, Texten und Lektorat.

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